Profinder — Ganzheitliche Finanzberatung Schweiz

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Schutz deines Einkommens bei Krankheit oder Unfall – die wichtigste und am häufigsten vergessene Versicherung.

Warum ist Erwerbsunfähigkeit so gefährlich?

Erwerbsunfähigkeit ist das grösste finanzielle Risiko für Berufstätige. Die Wahrscheinlichkeit, vor der Pensionierung erwerbsunfähig zu werden, ist fünfmal höher als zu sterben. Dennoch ist der Schutz bei vielen Menschen unzureichend.

Die gesetzlichen Leistungen (IV und Pensionskasse) decken maximal 60% des letzten Einkommens – oft deutlich weniger. Bei einem Einkommen von 100'000 CHF fehlen monatlich 2'000-4'000 CHF. Dieser Einkommensausfall kann Existenzen zerstören.

Eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung schliesst diese Lücke. Wir analysieren deine Absicherung, berechnen den Bedarf und finden die optimale Lösung für dauerhaften Schutz deines Lebensstandards.

Warum ist Erwerbsunfähigkeit so gefährlich?

Deine Vorteile auf einen Blick

Einkommensschutz

Dein Lebensstandard bleibt erhalten – auch wenn du durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kannst.

Vermögen schützen

Du musst nicht auf Erspartes zurückgreifen oder die Altersvorsorge anzapfen.

Lücke schliessen

Die Differenz zwischen IV/PK-Leistungen und deinem Einkommen wird gedeckt.

Überbrückung

Krankentaggeld überbrückt die ersten Monate bis zur Klärung der IV-Leistungen.

Flexibilität

Verschiedene Modelle: Rente, Kapital, mit oder ohne Beitragsbefreiung.

Selbstständige

Besonders wichtig für Selbstständige ohne automatische 2. Säule-Deckung.

Detailliertes Wissen

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Die Schweizer Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit

Das Schweizer System kennt mehrere Stufen der Absicherung: Die Invalidenversicherung (IV) als 1. Säule zahlt Renten bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit. Die Pensionskasse (2. Säule) ergänzt mit einer Invalidenrente. Zusammen erreichen diese maximal 60% des letzten Einkommens.

Aber: Die IV-Leistungen sind gedeckelt (ca. 2'500 CHF maximal), und die PK-Renten hängen vom angesammelten Kapital ab. Bei höheren Einkommen und jüngeren Menschen ist die Lücke entsprechend grösser.

Dazu kommt: Die IV ist restriktiv geworden. Viele Anträge werden abgelehnt oder nur Teilrenten gesprochen. Die Wartezeit bis zur Entscheidung beträgt oft 1-2 Jahre. In dieser Zeit brauchst du Überbrückung.

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Krankentaggeld: Die erste Absicherung

Krankentaggeld überbrückt die Zeit zwischen Arbeitsausfall und IV-Entscheid. Der Arbeitgeber zahlt gemäss OR mindestens 3 Wochen Lohn (je nach Dienstjahren mehr). Danach springt die Krankentaggeldversicherung ein.

Typische Leistungen: 80% des Lohns für 720 Tage. Die Prämie zahlt oft (teilweise) der Arbeitgeber. Problem: Selbstständige haben meist kein Krankentaggeld – hier muss privat vorgesorgt werden.

Wichtig: Krankentaggeld endet nach 2 Jahren. Wenn die IV noch nicht entschieden hat oder nur eine Teilrente spricht, entsteht eine gefährliche Lücke. Deshalb braucht es zusätzlich eine private EU-Versicherung.

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Private Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die private EU-Versicherung zahlt eine Rente, wenn du dauerhaft nicht mehr arbeiten kannst. Sie ergänzt die Leistungen von IV und PK und schliesst die Lücke zum vorherigen Einkommen.

Produktarten: Rente (monatliche Zahlung bis Pensionierung), Kapital (einmalige Auszahlung), oder Kombination. Rentenversicherungen sind meist teurer aber umfassender. Kapitalversicherungen sind günstiger, aber das Geld muss selbst verwaltet werden.

Wichtige Parameter: Wartefrist (wie lange bis zur ersten Zahlung), Definition der Erwerbsunfähigkeit (eigener Beruf vs. jede Tätigkeit), Indexierung (passt sich die Rente der Inflation an), Beitragsbefreiung (müssen bei EU weiter Prämien gezahlt werden).

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Bedarfsberechnung: Wie viel brauchst du?

Die Berechnung folgt einem einfachen Prinzip: Aktuelles Nettoeinkommen minus erwartete Leistungen aus IV und PK ergibt die zu versichernde Lücke.

Beispiel: Nettoeinkommen 8'000 CHF/Monat. IV-Rente maximal: 2'500 CHF. PK-Invalidenrente (laut Vorsorgeausweis): 3'000 CHF. Lücke: 2'500 CHF/Monat. Diese 2'500 CHF sollten privat versichert werden.

Wir berechnen deinen individuellen Bedarf anhand deines Vorsorgeausweises und deiner Einkommenssituation. Dabei berücksichtigen wir auch: Sparquote (bei EU kein Sparen mehr möglich), Hypothek, Kinderkosten, Lebenshaltung.

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Selbstständige: Besonders exponiert

Selbstständige ohne Anschluss an eine Pensionskasse haben nur die IV als Basis-Absicherung. Das bedeutet: Maximal 2'500 CHF Rente bei voller Invalidität, keine PK-Leistungen, kein Krankentaggeld.

Die Lücke ist entsprechend enorm. Ein Selbstständiger mit 120'000 CHF Einkommen hätte bei Erwerbsunfähigkeit nur 2'500 CHF statt 10'000 CHF monatlich – ein Einbruch von 75%.

Wir empfehlen Selbstständigen dringend: Freiwillige Pensionskasse (optional) oder eine umfassende private EU-Versicherung mit Krankentaggeld. Die Prämien sind steuerlich absetzbar und im Vergleich zum Risiko sehr günstig.

Häufige Fehler vermeiden

Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten

Auf Arbeitgeber und Staat vertrauen

IV und PK decken nur 60% – bei höheren Einkommen ist die Lücke existenzbedrohend.

Nur Krankentaggeld haben

Krankentaggeld endet nach 2 Jahren, die private EU-Versicherung fehlt für die Zeit danach.

Als Selbstständiger nicht vorsorgen

Ohne 2. Säule und Krankentaggeld droht bei EU der finanzielle Ruin.

Zu späte Absicherung

Mit Vorerkrankungen werden EU-Versicherungen teuer oder unmöglich zu bekommen.

Checkliste: Deine nächsten Schritte

Was du konkret tun kannst

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Häufige Fragen zu Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Was passiert, wenn du nicht arbeiten kannst?

Wir analysieren deine Absicherung und schliessen gefährliche Lücken.

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